Was heißt „organkrank“ und Wartepatient?

Natürlich ist ein Mensch beim Arzt ein Patient („patient“ heißt engl. geduldig), der warten muss. Aber die Dimension die ein organkranker Mensch erleiden muss, kann man hier in Deutschland ruhig als „Wartepatient“ definieren.  Es kann jedem treffen, auch mit einem anderen Ein-/ Ausgang der Krankengeschichte. Hier wird nur eines dieser möglichen Leidensgeschichten erwähnt:

Eines Morgens,  mit schwerfällig müder Mine aufgewacht, schaut man sich im Spiegel: „Mein Gesicht ist nicht so wie immer, sind es vielleicht die Ringe um die Augen?“. „Warum fühle ich mich nicht so gut? Ödeme vielleicht, habe ich gestern vielleicht nicht gut geschlafen? Alkohol im Spiel? Nein, nein und wieder Nein! Hm?“.

Wartepatıent muede
sekunden 00:07
Wartepatient Stop
sekunden 00:06

Nach ein paar Tagen: „Sonst ändert sich die vitale Situation meines Körpers manchmal innerhalb der Woche, klar. Doch es hat sich nicht gebessert, nach etlichen zwei Wochen nicht. Jetzt konsultiere ich aber mein Hausarzt, da stimmt wirklich was nicht!“.

Nach 2,5-stündigem warten auf die Sprechstunde, fordert der Hausarzt ein Blutbild, nachdem dieser sich die Symptome angehört hat. Nach der sofortigen Blutabnahme soll man sich zwei Tage später nochmals hier vorstellen: „Bitte nochmals zur Sprechstunde vorbeikommen!“.

Beim Gespräch mit dem Arzt, dieser ist sich ganz sicher, „Es ist ein …“, aber er darf nur „Verdacht auf … bzw. die Nummer für die internationale Codierung für Krankheiten“ auf seinem Device schreiben und verweist bzw. überweist mich zu seinen Kollegen, „…der ist für diesen Bereich fachkompetent!“, Klar. „Nehmen Sie bitte noch ihren Packen Unterlagen ihrer vorherigen Krankengeschichte mit, Danke!“. So nett und so gut, denke ich weiter: „Wir leben ja noch in den 1950er Jahren, klar, oder Anfang der 1920er Jahre, und nicht 2020er Jahre. Die Industrialisierung (und nicht die Digitalisierung) steht uns noch bevor!“

Wartepatient Stop
sekunden 00:05
Wartepatient zum Arzt
sekunden 00:04

„Na gut, nun komme ich zu diesem (nach ganz schneller Terminvergabe natürlich, ist dringend!) Fachbereich der Medizin. Diese befinden sich entweder in der ortsnahen Praxis oder auch in der nächstgrößeren Stadt mit Universitätsklinik der diesen Bereich mit …logie endendem lateinischem Begriffen decken- Dort wird es wohl zu finden sein.“

Dort angekommen wird mir nochmals, diesmal mit dutzenden von Röhrchen, Blutentnahme durchgeführt. „Da fragt man sich wirklich, was haben die Ärzte heutzutage für einen Sach- und Fachverstand, bzw. Haben diese einen Dornröschenschlaf?“

„Das ist ja auch nicht bei weitem nicht so schlimm was noch kommt.“

Wartepatient zum Arzt
sekunden 00:03
Wartepatient zum Arzt
sekunden 00:02

Je nachdem wie schnell das Fortschreiten deines Insuffizienzes ist, wird dir die Blutwerte von den Fachkollegen interpretiert. Ja so und so. Danach wird es detailliert und genauer am Fleisch angetastet.

Obwohl heutzutage alle Organkrankheiten mittels Blutwerte-Konstellationen, Score-Tabellen, XYZ-Faktoren, auf molekularer Ebene mit Proteinmarker fast zu 100% feststellbar sind, „…brauchen wir weitere Untersuchungen!“ wird dir der eine oder andere Fachkollege, Oberfachkollege anraten, mit einem beängstigendem Blick.

Wartepatient zum Arzt
sekunden 00:01
Stop, bleiben Sie hier
sekunden 00:00

Wenn man Glück hat wird entweder nur das Durchleuchten (CT, MRT, PET oder Röntgen in der Radiologie) vorgenommen, das ist natürlich die sanfte Weise, oder diese gehen richtig an den Mark: Gewebeentnahme, Biopsie und/oder Rückenmarksflüssigkeitsentnahme etc. Wenn du Pech hast wirst du danach sofort in die operative Klinik konsultiert.

Was heißt „organkrank“ und Wartepatient?

Natürlich ist ein Mensch beim Arzt ein Patient („patient“ heißt engl. geduldig), der warten muss. Aber die Dimension die ein organkranker Mensch erleiden muss, kann man hier in Deutschland ruhig als „Wartepatient“ definieren.  Es kann jedem treffen, auch mit einem anderen Ein-/ Ausgang der Krankengeschichte. Hier wird nur eines dieser möglichen Leidensgeschichten erwähnt:

Eines Morgens,  mit schwerfällig müder Mine aufgewacht, schaut man sich im Spiegel: „Mein Gesicht ist nicht so wie immer, sind es vielleicht die Ringe um die Augen?“. „Warum fühle ich mich nicht so gut? Ödeme vielleicht, habe ich gestern vielleicht nicht gut geschlafen? Alkohol im Spiel? Nein, nein und wieder Nein! Hm?“.

Wartepatıent muede
sekunden 00:07

Nach ein paar Tagen: „Sonst ändert sich die vitale Situation meines Körpers manchmal innerhalb der Woche, klar. Doch es hat sich nicht gebessert, nach etlichen zwei Wochen nicht. Jetzt konsultiere ich aber mein Hausarzt, da stimmt wirklich was nicht!“.

Nach 2,5-stündigem warten auf die Sprechstunde, fordert der Hausarzt ein Blutbild, nachdem dieser sich die Symptome angehört hat. Nach der sofortigen Blutabnahme soll man sich zwei Tage später nochmals hier vorstellen: „Bitte nochmals zur Sprechstunde vorbeikommen!“.

Wartepatient vor Doctor
sekunden 00:06

Beim Gespräch mit dem Arzt, dieser ist sich ganz sicher, „Es ist ein …“, aber er darf nur „Verdacht auf … bzw. die Nummer für die internationale Codierung für Krankheiten“ auf seinem Device schreiben und verweist bzw. überweist mich zu seinen Kollegen, „…der ist für diesen Bereich fachkompetent!“, Klar. „Nehmen Sie bitte noch ihren Packen Unterlagen ihrer vorherigen Krankengeschichte mit, Danke!“. So nett und so gut, denke ich weiter: „Wir leben ja noch in den 1950er Jahren, klar, oder Anfang der 1920er Jahre, und nicht 2020er Jahre. Die Industrialisierung (und nicht die Digitalisierung) steht uns noch bevor!“

Wartepatient Stop
sekunden 00:05

„Na gut, nun komme ich zu diesem (nach ganz schneller Terminvergabe natürlich, ist dringend!) Fachbereich der Medizin. Diese befinden sich entweder in der ortsnahen Praxis oder auch in der nächstgrößeren Stadt mit Universitätsklinik der diesen Bereich mit …logie endendem lateinischem Begriffen decken- Dort wird es wohl zu finden sein.“

Wartepatient zum Arzt
sekunden 00:04

Dort angekommen wird mir nochmals, diesmal mit dutzenden von Röhrchen, Blutentnahme durchgeführt. „Da fragt man sich wirklich, was haben die Ärzte heutzutage für einen Sach- und Fachverstand, bzw. Haben diese einen Dornröschenschlaf?“

„Das ist ja auch nicht bei weitem nicht so schlimm was noch kommt.“

Wartepatient zum Arzt
sekunden 00:03

Je nachdem wie schnell das Fortschreiten deines Insuffizienzes ist, wird dir die Blutwerte von den Fachkollegen interpretiert. Ja so und so. Danach wird es detailliert und genauer am Fleisch angetastet.

Wartepatient zum Arzt
sekunden 00:02

Obwohl heutzutage alle Organkrankheiten mittels Blutwerte-Konstellationen, Score-Tabellen, XYZ-Faktoren, auf molekularer Ebene mit Proteinmarker fast zu 100% feststellbar sind, „…brauchen wir weitere Untersuchungen!“ wird dir der eine oder andere Fachkollege, Oberfachkollege anraten, mit einem beängstigendem Blick.

Wartepatient zum Arzt
sekunden 00:01

Wenn man Glück hat wird entweder nur das Durchleuchten (CT, MRT, PET oder Röntgen in der Radiologie) vorgenommen, das ist natürlich die sanfte Weise, oder diese gehen richtig an den Mark: Gewebeentnahme, Biopsie und/oder Rückenmarksflüssigkeitsentnahme etc. Wenn du Pech hast wirst du danach sofort in die operative Klinik konsultiert.

Stop, bleiben Sie hier
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Nach pathologischer Betrachtung und Einschätzung der Gewebeproben bzw. Zuhilfenahme und Bestätigung des „dritten“ Fachfachkollegen ist dann der „Verdacht“ zu einer „Diagnose“ endmutiert (Endlich, puh war das n‘ schwere Geburt!) und du bist dann endlich „organkrank“.

Je nachdem, welches Organ betroffen ist, wirst du schnellstmöglich in einem „Programm“ aufgenommen und zu den anderen „Wartepatienten“ auf eine Liste gesetzt. Nun heißt es Abwarten. Wartepatient ist ein real existierendes Gebilde, warum ist es nicht definiert? „Patient ist schon der Begriff für Geduld bzw. abwarten, warum macht ihr uns noch zum Wartepatienten?“

Das mit dem Warten ist auch so eine Sache: Wenn du Glück hast (Glück ist in diesem Falle „dir geht es richtig schlecht“), bekommst du zu deinem Wartelisteneintrag einen „HU“, für „high urgent“ bei der Eurotransplant in den Niederlanden.

Die Wartezeit für einen Spenderorgan, laut DSO Deutsche Stiftung Organtransplantation, ist in Deutschland im Durchschnitt bei 9 – 11 Jahren, und zwar für die Nierentransplantation.

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