Nierentransplantation

Was ist die Organtransplantation, hier Nierentransplantation?

Die einzige Möglichkeit die Dialyse (Blutwäsche) zu umgehen besteht für die Nierenkranken durch die Organtransplantation. Hierfür reicht schon ein Organ, also eine Niere.

Organtransplantationen entstehen in Deutschland durch zwei Wege (welche von staatlich unterstützten Stellen wie die BäK und die DSO definiert werden):

  1. Lebendorgantransplantation (Hier ist der Spender ein gesunder Mensch, also Lebendspender. Dieser darf nur eine Niere oder Teil des Lebers spenden.)
  2. Postmortale Organentnahme nach Hirntod (Bis zu neun Organe/Geweben werden von einem hirntoten Menschen entnommen.)

Lebendorgantransplantation

Die Nierenspende darf von einem Lebendspende stammen (Gesetzestext zur Lebendspende). Der Mensch hat zwei Nieren und darf/kann einen nahestehenden Angehörigen, wenn selbstbestimmend aktiv, Eine dieser spenden.

Dafür muss die Blutgruppe, Blutkreuzprobe für Typisierung (HLA-Antigene) zwischen Spender und Empfänger der Allokations- bzw. Kriterien der Organtransplantation entsprechen und der Spender muss „gesund“ sein

Postmortale Organentnahme nach Hirntod

Eine „postmortale Organentnahme“ von einem hirntoten Menschen aus einer Intensivstation eines Krankenhauses.
Hierfür muss auch die Blutgruppe, Blutkreuzprobe des Hirntoten auch den bestimmten Kriterien entsprechen und natürlich muss dieser hirntoter Mensch auch gesunde Organe gehabt haben.

Diesem wird dann bis zu 7-9 Organe/Geweben entnommen, für bis zu maximal 7-9 kranken Menschen: Herz, Lunge, Leber, 2x Nieren, Bauchspeicheldrüse, Darm, Hornhaut und Haut-/Gewebeteile.

Danach wird der Organempfänger und der Organspender nach vordefinierten Kriterien für die Operation und der Vor- und Nachsorge vorbereitet. Bis zu der Transplantation stehen für den Organempfänger die Voruntersuchungen im Programm.

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Was sind Voruntersuchungen?

Der Organempfänger, also hier der Nierenkranke, wird vorher durch bestimmte Untersuchungen für die Nierentransplantation vorbereitet.

Diese Untersuchungen umfassen:

  • Herz-Kreislauf-CheckUps,
  • AbdomenCheckUps und
  • Gefässe-CheckUps.

 

Wenn diese positiv waren (Denn diese sind in Deutschland sehr langwierig und manchmal auch schnell verjährt bevor man den ersten Durchgang durch hat!) wird bei der Lebendspende auf die Operationstermin hin gearbeitet und es festgesetzt.

Bei der „postmortalen Organspende“ werden die Nierenkranken erst auf eine Warteliste mit „T“ gesetzt. T für „transplantable„, falls alle Unteruchungen positiv. Falls die Untersucuhungen nicht der Anforderungen der von Bundesärztekammer festgesetzten Regeln entsprechen wird der Eintrag auf „NT“ gesetzt, für „not transplantable„. Es gibt noch einen Eintrag mit „HU„. Dieser wird in dringenden Fällen (zB Lebensgefahr) gesetzt und bedeutet „high urgent„.

Die Warteliste-Transplantationen werden  von zwei Stiftungen, geleitet zB. durch EUROTRANSPLANT und/oder DSO, organisiert und abgewickelt.

Die Lebendspenden werden von der jeweiligen Operation durchführende Kliniken oder Krankenhäuser organisiert und durchgeführt.

Da die Warteliste für die Organempfänger sehr lang ist, eine Warteliste die nach Kriterien und Faktoren von der Bundesärztekammer bestimmt wird wer- wie dringend oben auf der Liste stehen darf und soll, wartet man in Deutschland 8-11 Jahre auf ein erlösende Spenderorgan, hier Nierentransplantat, Aufgrund der Organmangel durch die Entscheidungsregelung des deutschen Transplantationsgesetzes.

Während dieser Zeit wird man weiterdialysiert (hierbei entstehen Begleitkrankheiten und soziale Auswirkungen bei diesen Patienten) und man muss die Untersuchungen weiter alljährlich bzw. alle 2 Jahren (altersbedingt) wiederholend durchführen lassen, die von der Ärztekammer definierten Leitlinien vorgeschriebenen Regeln herrühren, es sei denn man wird von der Liste rausgenommen und ist „not transplantabel“, also „NT“.

Diese Regeln sind, die bei einem Wartepatienten zum „NT“ führt, in Deutschland soweit perversibel angelegt (man bedenke, es werden Regeln gesetzt die mit Untersuchungsmethoden rumhantieren die nach Tumorbeginnanzeichen geahndet wird obwohl kein Verdacht besteht!), dass so viele Patienten wegen fehlenden Spenderorganen Aufgrund Gesetzesirrealitäten im Transplantations-System auf der Warteliste warten, sodass Patienten während dieser langen Zeit dann auf nicht transplantabel „NT“ erklärt werden. Kein anderes europäisches Land macht sowas! Was stimmt hier nicht?

Hier kann man es zB. lesen:

Wartelistenvermittlung der organspende-info.de

Ob das wohl gesundheitspolitisch gewolllt ist? Die Organspendezahlen erhöhende Gesetze gewollt inaktiv halten, die Widerspruchsregelung verneinen. Worte auf dieser Informationsplattform sind: „Erfolgsaussicht“ und „Notwendigkeit„, Da die Zahlen so niederig sind versucht man die Regeln zu verschärfen und auf Erfolgsaussicht und Notwendigkeit beschränken? Was für eine Ungerechtigkeit! Kein anderes Land hat solche Ausdrucksformen in ihren staatlichen Infoplattformen für Organspende!

The Wartepatient