Erklärungen zur eigenen Organspendebereitschaft können jetzt auch digital festgehalten werden. Am Montag ging ein zentrales Online-Register in Betrieb, in dem man ab dem Alter von 16 Jahren eintragen kann, ob man nach dem Tod Organe spenden möchte oder nicht. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) sprach in Berlin von einer wichtigen Voraussetzung für mehr Organspenden. Zugleich machte er sich aber auch für eine grundlegendere Reform stark, wonach man automatisch als Spender:in gilt, solange man nicht widerspricht. Derzeit sind Organspenden in Deutschland nur mit ausdrücklicher Zustimmung erlaubt.

In das neue Portal namens Organspenderegister eintragen kann man sich zunächst, indem man einen Ausweis mit Online-Funktion verwendet. Bis 30. September soll es möglich werden, Erklärungen auch direkt über Apps der Krankenkassen einzutragen. Die Angaben sind freiwillig, kostenlos und können geändert und gelöscht werden. Erklärungen auf Papier, etwa in Organspendeausweisen, sind weiterhin möglich.

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