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Zehn Jahre Leben gewonnen

Die Selbsthilfegruppe für Menschen vor und nach Organtransplantation blickt ein wenig zurück – und lieber nach vorne.

Harsewinkel.
Für die Runde der Menschen, die sich jetzt zum zehnjährigen Bestehen der Selbsthilfegruppe für Menschen vor und nach Organtransplantation getroffen haben, ist dieses Jubiläum keine
Selbstverständlichkeit.
„Wir haben einige Mitstreiter bereits auf dem Weg verloren“, sagt Hubert Knicker, Initiator und Sprecher der Gruppe.
Doch sei allen durch eine Organspende noch ein verlängertes, lebenswertes Leben vergönnt gewesen.

Menschen, die selbst vor einer Organtransplantation stehen oder diese hinter sich haben, stehen die Mitglieder mit Rat und Tat beiseite. Wie am
kommenden Dienstag, 12. Mai, wenn die Selbsthilfegruppe wieder Betroffene
zum monatlichen Treffen einlädt.
Ab 14.30 kommen im „Café Auszeit bei
Sascha“ auf dem Bessmann-Gelände in Marienfeld, Südfeld 47, Menschen zusammen, die sich gegenseitig Tipps und Unterstützung geben, einander
zuhören, Trost und vor allem Zuversicht spenden.
Viele leben mit einer neuen Niere oder Herzen. Andere warten auf ein
Spenderorgan.
„Wir erörtern Fragen rund um Organspende und Transplantation“, erklärt Knicker. Er macht Menschen Mut, offen und unverkrampft auf die Gruppe zuzugehen.
„Unsere Gründung am 2016 war purer Zufall“, erinnert er bei der
Jubiläumsfeier an eine „schwere Zeit“, als er selbst auf der Warteliste für ein
Spenderherz stand. Damals begann er, über Organspende zu sprechen. „Viele
Veranstalter standen dem Thema Organspende und Transplantation offen
gegenüber“, sagt Knicker. Über die Bürgerinformation Gesundheit und
Selbsthilfekontaktstelle des Kreises Gütersloh kam der Impuls, eine eigene
Selbsthilfegruppe zu gründen, die zunächst acht Personen zusammenbrachte.

Heute biete die Gruppe, in der sich Angehörige, Wartelistenpatienten und
transplantierte Menschen austauschen können“. „Wie bieten einen Ort des
Verständnisses, der Unterstützung und des Miteinanders, an dem auch
gelacht werden darf“, sagt Knicker.
Die zwanglose Gruppe rede bei ihren
Treffen auch nicht nur über Krankheiten.
Quelle:Neue Westfälische GT
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Erstelldatum: 2026-05-07 22:26:01