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Nicole Ritzel ist Anfang 30, als sie wegen einer schweren Lungenfibrose ins künstliche Koma versetzt werden muss. Sie überlebt nur dank einer Organtransplantation. „Meine Angehörigen mussten gefragt werden, ob sie einer Transplantation zustimmen, weil das die einzige Möglichkeit für mich wäre zu überleben“, sagt sie im Gespräch mit BR24.

Beim Jahreskongress der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO), der gerade in Würzburg stattfindet, spricht sie über ihre Erfahrungen. Im Mittelpunkt des Kongresses steht die aktuelle Situation der Organspende.

Bezüglich der möglichen Organspenderinnen und -spender beobachtet Axel Rahmel, medizinischer Vorstand der DSO, eine positive Entwicklung. Im Vergleich zu den Vorjahren seien in Deutschland auch etwas mehr Organe transplantiert worden.

Von Januar bis Oktober 2025 zählte die DSO in diesem Jahr 2.523 entnommene und transplantierte Organe. Im gleichen Zeitraum 2024 und 2023 waren es jeweils knapp unter 2.400 Organe.

Rahmel bezeichnet diese Entwicklung zwar als erfreulich, sagt aber auch: „Daraus ist keine fundamentale Wende abzuleiten“. Deutlich erkennbar sei dies an den regionalen Unterschieden. Während einige Regionen wie Bayern einen Anstieg der gespendeten Organe verzeichnen (von 292 Organen im Jahr 2023 auf 400 Organe im aktuellen Jahr), gebe es im Nordosten Deutschlands einen Rückgang der Organspenden.

Mögliche Organspenden würden laut Rahmel noch immer häufig an der fehlenden Zustimmung der Angehörigen scheitern: Zwei Drittel der potenziellen Organspenden zwischen Januar und Oktober 2025 hätten meist deswegen nicht realisiert werden können.

Der Arzt appelliert, dass sich jeder mit dem Thema Organspende auseinandersetzen und eine Meinung dazu bilden solle – damit der eigene Wille bezüglich der Organspende auch tatsächlich umgesetzt werden könne.

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Erstelldatum: 2025-11-17 11:11:23