@capd_dialyse postete auf Instagram:
Manchmal sitze ich da, schaue auf meinen Dialysebeutel und denke mir:
„Eigentlich läuft’s doch ganz okay… oder?“
Die Peritonealdialyse ist irgendwie Teil meines Alltags geworden. Sie ist nicht gerade mein Lieblingshobby – kommt gleich nach Steuererklärung und Zahnarzt – aber ich komme klar. Ich kann zu Hause sein, meinen Rhythmus behalten, mein Leben fühlt sich… halbwegs normal an.
Und dann kommt sie, diese große Frage:
Nierentransplantation – ja oder nein?
Auf der einen Schulter sitzt die optimistische Stimme:
„Stell dir vor – mehr Freiheit, weniger Geräte, vielleicht ein ganz neues Lebensgefühl!“
Auf der anderen Schulter meldet sich die entspannte Stimme:
„Aber hey… dir geht’s doch gar nicht so schlecht. Warum etwas riskieren, das gerade funktioniert?“
Und genau da stehe ich.
Zwischen „Es ist okay so“ und „Vielleicht geht noch mehr“.
Es ist keine einfache Entscheidung. Es geht nicht nur um Medizin, sondern um Vertrauen, Mut und auch ein bisschen Angst. Angst vor der Operation, vor Komplikationen… aber auch die leise Hoffnung, dass da noch ein Stück mehr Leben wartet.
Manchmal hilft es, das Ganze mit einem Augenzwinkern zu sehen:
Ich führe quasi eine sehr exklusive Beziehung mit der Dialyse – zuverlässig, aber nicht unbedingt aufregend. Die Transplantation wäre dann eher wie ein Blind Date mit ungewissem Ausgang.
Am Ende gibt es wahrscheinlich kein richtig oder falsch.
Nur das, was sich für mich richtig anfühlt.
Und vielleicht ist genau das die ehrlichste Antwort auf die Frage:
Nicht „Was sollte ich tun?“ – sondern „Womit kann ich wirklich gut leben?“
#dialyse #transplantation #organspende
Quelle: Instagram,
Profilname: capd_dialyse
Erstelldatum: 2026-04-14 17:14:23
