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🫀 Das perfide Doppelspiel mit dem Leben – Organspende & Israel

Es gibt ein ethisches Thema, über das kaum jemand offen spricht – und das genau deshalb angesprochen werden muss.

In Israel lehnen viele orthodoxe Juden die Organspende ab. Der religiöse Hintergrund: Das jüdische Gesetz (*Halacha*) schreibt vor, dass der Körper unversehrt beerdigt werden soll. Hirntod wird von manchen Rabbinern nicht als echter Tod anerkannt. Das Entnehmen von Organen gilt in diesen Kreisen als Entweihung des Leibes.

Soweit verständlich. Aber hier beginnt das Dilemma:

Israel hat jahrzehntelang zu den Ländern mit den niedrigsten Organspendenraten weltweit gehört – und gleichzeitig zu den aktivsten Ländern im Bereich des Organtransplantationstourismus. Israelische Patienten reisten in Länder wie China, die Ukraine oder osteuropäische Staaten, um dort Organe zu kaufen – Organe von Menschen, die selbst keine andere Wahl hatten.

➡️ Man nimmt – aber man gibt nicht.
➡️ Man profitiert vom System – aber trägt nicht dazu bei.

Israel hat 2008 versucht, gegenzusteuern: Das neue Transplantationsgesetz gibt registrierten Organspendern Vorrang auf Wartelisten. Ein interessanter Ansatz – aber er ändert nichts am grundlegenden Widerspruch.

Die eigentliche Frage lautet:
Darf eine Gesellschaft kollektiv aus religiösen Gründen auf Organspende verzichten, gleichzeitig aber von der Spendebereitschaft anderer Kulturen und Völker profitieren?

Das ist keine Kritik an einer Religion. Das ist eine universelle Frage nach Fairness, Solidarität und moralischer Konsequenz.

Wer nicht gibt, sollte nicht nehmen dürfen. So einfach. So unbequem.

💬 Eure Meinung?

#Organspende #Ethik #Gerechtigkeit #Doppelstandards #Medizinethik


Quelle: Instagram,
Profilname: simon.aus.deutschland

Erstelldatum: 2026-03-21 02:08:50