@_its.berkan postete auf Instagram:

Das erste Jahr nach der Transplantation.

Uns wurde gesagt:
Im ersten Jahr muss man besonders vorsichtig sein.

Aber was heißt das eigentlich?

Meine Schwester hatte im ganzen Haus große Schilder mit Hygiene-Anweisungen angebracht.
Hände waschen.
Desinfizieren.
Aufpassen.

Und im Kopf drehen sich ständig dieselben Fragen:
Darf ich das?
Darf ich das schon?
Ist das zu viel?
Ist das gefährlich?

Wenn Besuch kommt, die nächste Unsicherheit:
Seid ihr wirklich 100 % gesund?
Kein Husten.
Kein Kratzen im Hals.
Kein „ist nur ein bisschen“.

Und ist da Angst.
Angst, etwas falsch zu machen.
Angst, einen Fehler zu begehen, der nicht rückgängig zu machen ist.
Angst, dass das Organ abgestoßen wird.
Oder dass eine Krankheit alles kippt
und sich plötzlich alles anfühlt, als wäre es umsonst gewesen.

Gleichzeitig ist da dieses Gefühl:
Endlich raus aus dem Krankenhaus.
Endlich wieder zu Hause.
Und dann die Frage im Raum:
Beginnt jetzt ein isoliertes Leben?

Man möchte aufpassen.
Aber man weiß oft gar nicht genau, worauf man aufpasst.
Man tastet sich vor.
Zwischen Vorsicht und Alltag.
Zwischen Nähe und Abstand.
Zwischen Leben wollen und Leben schützen.

Dieses erste Jahr war ein Segen –
weil ich leben durfte.
Und ein Fluch zugleich –
weil man lernen musste, wie normales Leben überhaupt wieder geht.

Nicht nur für mich.
Sondern für meine ganze Familie.

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Quelle: Instagram,
Profilname: _its.berkan

Erstelldatum: 2026-01-10 12:11:07